Montag, 19. April 2021

13.April 2021

 

Weshalb kann dieser Sonnenuntergang nicht aus dem letzten Jahrhundert stammen? Genau, richtig, der kleine Handybildschirm stört die ganze Romanze, den Kitsch dieser Fotografie.
Mit dem Handy aufgenommen, selbstverständlich. Das ist, was ich damit am liebsten mache.

Freitag, 16. April 2021

12.april 2021

Hodli, das ich letzten August grossgezogen habe, und das Tigermädchen spielen gerne zusammen.

Seit rund 6 Wochen sind sie bereits hier, die zwei kleinen Milchsauger, sie haben sich prächtig entwickelt. Der weisse und viel grössere Bube hat sich im Gesicht gänzlich verändert, doch das Tigermädchen hat immer noch sein Babyface und liebt es, zwischendurch am Schoppen Milch zu saugen - obwohl beide sich schon lange mit Festfutter ernähren. Immer mehr gewöhnt man sich an sie, Hodli liebt es, mit ihnen zu spielen, es ist höchste Zeit, dass sie einen definitiven Platz finden.

Die Geschwister, die seit 6 Wochen bei mir sind und dringend einen definitiven Platz brauchen.

Und so langsam begreife ich, wie es passieren kann, dass Leute mehr als 20 Katzen bei sich Zuhause haben. Das macht man bestimmt nicht aus Spass. Doch es kommen so viele, die Hilfe brauchen, die man dann grosszieht, und wenn man es nicht rechtzeitig schafft sie zu platzieren, dann bleiben sie, weil man sich zu fest aneinander gewöhnt hat und eine Rückkehr auf die  Strasse nicht mehr möglich ist.
Ein Riesenproblem auch für unser Strassenkatzenprojekt. Einerseits bräuchten wir dringend Platz, einen grossen Garten, um sie grosszuziehen, hier im Erdgeschoss kann das nicht mehr lange so weiter gehen. Andererseits müssen wir auch die Anstrengungen verstärken, für die Tiere einen definitiven Platz zu finden.

Donnerstag, 15. April 2021

6.April 2021

Gestern haben wir einen grossen Teil des Tages damit verplempert, das Puls Oxymeter, ein Gerät, das die Narkose überwacht und damit die Operationen der Tierärzte sicherer macht, am Flughafen zu verzollen und auszulösen - obwohl das von China aus mit DHL versendet wurde. Im Büro in der Stadt musste ich erst ein paar Papiere unterschreiben, dann hat man uns zum Flughafen gesendet. Dort brauchte es Agenten um das ganze überhaupt ausgeliefert zu bekommen, die wollten natürlich auch ihren Teil. Trotzdem mussten wir auf dem Flughafen herumrennen und stundenlang warten, bis das endlich bis zum Frachthafen durchgekommen war. Die ursprünglichen Kosten von 115.- Dollar wurden mit Spedition, Steuern und weiteren Gebühren gerade verdoppelt.

Endlich, endlich sind wir im Frachtraum, wo das passende Päckli hervor gesucht wird.

Zum Glück konnten wir die Wartezeit recht angenehm im Flughafenrestaurant verbringen. Salum hat den ganzen Papierkram mitgenommen, so dass wir die verbleibenden Formulare für die Sansibarische Steuernummer - die Tansanische haben wir bereits - für die Klinik ausfüllen konnten und in einem schriftlichen Brief den Antrag dafür stellen. Beziehungsweise hat Salum das gemacht, ist ja alles in Swahili. Ich musste dann einfach an den richtigen Stellen unterschreiben. - So langsam sind wir über dem Berg mit dem ganzen Papierkram hier……


Im Flughafenrestaurant wartend, füllen wir verbleibenden Papierkram aus.


3.März

Osterwochenende, die Wochen verfliegen wie Tage, ich vergesse das ganz, würde es vielleicht auch in der Schweiz vergessen, wenn dort nicht bereits Wochen vorher Schokoladehasen und -Eier, überhaupt Eier, in den Läden prominent platziert wären und Einladungen kämen für einen Osterbrunch.

Für mich hier Mehrarbeit. Da ich daran bin, in der Klinik offizielle Arbeitsverträge zu machen, bin ich mir bewusst, dass auch hier die Leute an Ostern frei haben. Salome, die Christin geht ihre Familie in Daresalaam besuchen. Zum Glück bleibt mir Naima, die Muslimin. Die wird allerdings schon sehr bald auch frei haben, denn Mitte April beginnt hier der Ramadan. - Zum Glück habe ich dann Salome, die Christin ist.


Offiziell werden im ganzen Land alle Feiertage des Islam und zusätzlich alle des Christentums gefeiert. Die Büros sind geschlossen und auch die Schulen haben Ferien - zusätzlich zu den unendlich vielen ungeplanten Ferien in letzter Zeit. Erst coronahalber, dann wegen der Wahlen, dann weil erst der Sansibarische Vizepräsident und nun noch der Präsident Tansanias, Magufuli, gestorben sind.


Dienstag, 13. April 2021

2.April 2021

Aus der Schweiz habe ich einen Artikel zugeschickt gekriegt, in dem angeprangert wird, dass berühmte DJ’s aus der Schweiz - in deren Geschäft ist ja im Moment Ebbe - hier in Sansibar und anderen Entwicklungsländern Partyreisen zu Dumpingpreisen anböten. - Ich sehe das etwas anders. Klar haben die unzähligen Touristen, die seit Monaten vor allem aus Russland die Insel überschwemmen, Corona hierher gebracht. Und eine Weile wurden auch erhöhte Todesfallzahlen vermerkt und manche Einheimische haben Masken getragen. Das ist nach rund 3 Wochen aber bereits wieder verebbt. Man hört weniger davon, die Leute sind zu ihrer üblichen Sorglosigkeit zurück gekehrt. Die allgemeine Meinung ist eher, dass es in Afrika sowieso unzählig viele gefährliche Infektionskrankheiten gibt, die die Todesfallzahlen hoch halten, so dass es auf Corona oder nicht nun wirklich nicht ankommt.

Hier ruhen Dancer und MrMit, zwei kleine Kätzchen, die mir sehr wichtig waren.

Der Hauptunterschied ist sicher das vollkommen unterschiedliche Verhältnis zum Tod. Der ist etwas natürliches, gehört zum Leben und wird auch akzeptiert. - In den westlichen Gesellschaften ist er mittlerweile etwas vollkommen Undenkbares geworden und muss um jeden Preis - im wahrsten Sinne des Wortes - vermieden werden.

1.April 2021

Gestern habe ich spontan die drei Schweizer, die ich hier in der Stone Town kenne, eingeladen, untereinander kannten sie sich nicht. Vom Alter her eine Treppe, ab 35ig, ich die Älteste, und auch vom Charakter und bisherigen Leben her gänzlich verschieden. Eine Krimiautorin, ehemals Journalistin, ein Manager, früher Jurist, und ein Galerist, ursprünglich Schreiner. Es wurde ein unterhaltsamer Abend. Und dabei merkte ich, dass zwischen den Oberkorrekten, die hier alles nach Gesetz machen wollen, und denjenigen die gelinde gesagt bereits sehr afrikanisch denken, eigentlich gar kein so grosser Unterschied besteht - mindestens im Handeln.



Mittwoch, 7. April 2021

31.März 2021


Grosse Hitze.......


 


..........und Regen.